Wie problemlos Audi RS3 Felgen auf einen A3

Hallo zusammen,

ich wäre auf euer Wissen angewiesen.

ich hätte folgende Rad-/Felgenkombinationen, Original von einem RS3 gekauft:

E-8.0J x 19H2 ET49
235/35 R19

E-8.5J x 19H2 ET53
255/35 R19

Ich hätte die Reifen schon mal am Auto montiert, um zu gucken, wie viel Platz bleibt.
235/35 R19 und der ET49 passt eigentlich alles hervorragend.
Mit der ET53 haben die Reifen allerdings kaum Platz.

Meine Frage wäre jetzt, wie ich am sinnvollsten die Reifen (evtl. auch mit Einzelabnahme) eintrage?

Soll ich zb überall auf 235/35 R19 Reifen umsteigen? Hätte ich dann mehr Platz dadurch?
Oder sind Distanzscheiben dennoch unumgänglich?
wäre es möglich, die Bereifung so zu lassen und dann mit Distanzscheiben zu arbeiten?

müsste ich damit zum tüv und was würde das Ganze kosten?

ich frage mich auch, ob 255er Reifen für einen Audi A3 freigegeben sind? Meines Wissens nach wären 235er kein Problem.

danke schon mal!!

Das ganze ist recht komplex. Zuerst die Frage: Hast du die Räder so montiert wie auf dem RS3 oder andersrum? Sprich vorne die breiten und hinten die schmalen oder andersrum? Und handelt es sich um felgen vom RS3 8P oder 8V?

Grundsätzlich gilt bei der Einzelabnahme das dir hier keiner sagen kann was es kostet, denn das wird je nach Aufwand und Zeit des Prüfers berechnet. Da kommen dann noch regionale Schwankungen hinzu, und ob du nur eine Sache hast oder mehrere. Bei mehreren wird’s oft günstiger.

Natürlich könntest du wenn du die Räder montierst auch auf alle 4 Felgen die selbe Reifengröße montieren. Dafür benötigst du aber sowohl eine Traglastbescheinigung der Felge von Audi, sowie eine Reifenfreigabe des Reifenherstellers das du den Reifen in Größe XY auf der Felge in Größe XY fahren darfst. Ohne diese Dinge wird dir wahrscheinlich kein Prüfer irgendwas eintragen.

Deine Frage mit Distanzscheiben ist etwas unklar, denn du schreibst nur “die Reifen haben wenig Platz”. Wo denn? Außen? Innen? Wenn INNEN dann machen Distanzscheiben ja Sinn, wenn Außen dann eher nicht. Distanzscheiben sind halt immer so ne Sache mit der du experimentieren musst.

Zur Reifengröße und einer “Freigabe” bei deinem Vorhaben gibt es kein JA oder NEIN, denn original gab es das ja nie und daher auch die Einzelabnahme. Hier spielt nur eine Rolle ob du die oben genannten Freigaben für Reifen und Felgen bekommst und ob der Prüfer meint das genug Freigängigkeit gegeben ist.

Noch habe ich die Felgen gar nicht montiert. Ich habe die lediglich mal zum probieren drauf getan, Ich hätte jetzt aber gesagt, dass ich es wie beim RS3 montieren würde, vorne mit ET53, hinten mit ET49. Es handelt sich um einen Audi A3 8V, Limousine, 2017er Baujahr.

Ich habe beim Audi Kundensupport schon nach der Traglastbescheinigung gefragt, warte aktuell auf eine Rückmeldung. Ich würde wenn dann überall 235er Reifen drauf machen.

Ja, die Reifen haben innen kaum Platz, weshalb ich dann vermutlich mit Distanzscheiben arbeiten muss.

hättest du selbst eine bestimmte Vorgehensweise, wie es am unkompliziertesten und einfachsten wäre?

Danke dir!

Moin moin.

Also ich denke ich würde es schonmal andersherum machen. Vorne die schmalen und hinten die breiten. Zum einen hat mir das beim RS3 noch nie gefallen, zum anderen hat das eigentlich Performance Ursachen das man das so macht. Da du aber hinten fast immer mehr Platz im Radkasten hast als vorne macht es einfach mehr Sinn vorne schmal und hinten breit zu fahren.

Außerdem ist ja Die ET 53 auch ein halbes Zoll breiter, weshalb das hinten wahrscheinlich leichter unterzubringen ist.

Also ich würde als erstes mal hier im Rechner berechnen ob deine Wunschgröße mit deiner originalen im Schein eingetragenen Größe übereinstimmt. Denn wenn der Abrollumfang zu sehr vom Original abweicht geht dein Tacho falsch und es trägt dir keiner ein.

Dann würde ich auf die Traglastbescheinigung von Audi warten und dem Reifenhersteller meiner Wunschreifen eine Nachricht schreiben das ich eine Freigabe für Reifen XY auf der Felge XY brauche.

Wenn du das alles beisammen hast machst du die Räder drauf und guckst was du brauchst um genug freigängigkeit herzustellen. Was bei nem 2017er Auto leider wieder anders behandelt werden kann wie bei nem alten. Hier ne kurze Erklärung

Und wenn das alles hinhaut suchst du dir nen TÜV Prüfer der an Autos Spaß hat und sowas gern macht, denn ansonsten haste sowieso schlechte Karten. :+1:

Recht herzlichen Dank für die sehr gute Erklärung!

Ich habe es soeben mal eingegeben:

Differenz im Abrollumfang +3 cm (1,6%)

Tachoanzeige -1,5%, 98,5 km/h bei 100 km/h

Meine Sorge ist bloß, dass ich mir jetzt die Traglastbescheinigung hole, die Geld kostet, dann Spurplatten hole, die Geld kosten. Die Felgen die schon Geld gekostet haben. Da bräuchte ich noch 2 neue Reifen drauf, da 2 abgefahren, also nochmal Geld ausgeben, nur um dann zum tüv zu fahren und er mir dann sagt „Nö, bekommst du nicht eingetragen“.

Das ist halt leider immer das Problem bei solchen Umbauten. Ohne testen geht da nix. Vor allem würde ich erst mit dem tüv reden, denn nach meinen Infos darf ein Tacho VOR gehen aber auf keinen Fall nach. Heißt deine Rechnung mit bei 100kmh zeigt er 98 an würde nicht funktionieren. Dann müsste der Tacho angepasst werden und du dürftest deine Original Räder nicht mehr fahren. Mal davon abgesehen das die Kosten für sowas auch sehr hoch sind. Du musst dich schlau machen welche Reifen passen ohne Tachoangleichung zu machen UND ob du die auf den Felgen fahren kannst.

Damit habe ich schon Stunden meines Lebens verschwendet. :grin:

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Ich glaube ich verkaufe die Felgen leider gottes wieder, auch wenn sie mir soooo gut gefallen…