Hallo!
Alsooo,
ich habe doch von 15W-40 nie was geschrieben, wenn dann 10W-40.
Das 15W-40 ist ein reines Mineralöl, somit relativ dickflüssig und bei niedigen Temperaturen entsprechend zähflüssig. Das mit den klappernden Hydrostößeln
kenne ich auch von Leuten, die 0er Öle fahren, deshalb ist das an der Stelle wahrscheinlich fahrzeugspezifisch.
Die Öle sind mit Sicherheit über die Jahre besser geworden, aber Tatsache ist, die Scherbeanspruchung des Motoröls ist immer noch vorhanden, genauso wie vor 15 Jahren. Durch die Scherung wird das zwischen den Metallteilen liegende Öl eineseits gequetscht(Druck) andererseits geschert (geschnitten) das ist heute noch immer so. 
Ich denke mal Du weißt, daß Altöl dünnflüssiger ist als neues (bei entsprechender gleichen Viskosität), je länger es also drin bleibt, um so dünner wird es und die Temperaturfestigkeit sinkt ebenso wie die Schmierfähigkeit.
Wenn VW die Wartungsintervalle von 1 Jahr auf 2 Jahre erhöht freut sich an erster Stelle der Kunde. Doch mit der Weiterentwicklung der Öle verlief auch die Weiterentwicklung der Motoren. Und die, speziell die Diesel drehen heute 5000 1/min und haben enorme Drehmomente und daraus resultierende Lagerkräfte.
Jetzt ist ja wohl aber klar daß mit der Umstellung auf 2-Jahres-Intervall keine doppelt so guten Lager eingebaut wurden und auch sonstige beanspruchte Teile
nicht auf einmal doppelt so gut sind, Ich denke an der Stelle sind wir uns einig.
Ich bin jetzt etwas zum Longlife "abgerutscht", aber Fakt ist:
Ölwechsel bei maximal 15 000 Km bzw. 1 Jahr auch bei Longlife.
Wenn ich im Jahr zweimal Ölwechsel machen würde, also Sommer- und Winteröl fahren würde, dann kann man sich das 0W-30 für den Winter überlegen.
Für den WINTER! 
Was im Sommer mit dem Öl passiert schreibe ich jetzt nicht nochmal, aber wenn die Leute der Meinung sind, es muß ein 0W-XX sein dann doch bitte 0W-40.
Aber das 0W-30 bíetet dem Motor bei Betriebstemperatur schon wieder deutlich weniger Widerstand und somit steckt hier schon wieder Potential für niedrigeren Benzinverbrauch und höhere Leistung mit den entsprechenden Folgen.
Ich habe außer den VWAudi-Werkstätten sonst noch keine Werkstatt gesehen,
die in alle Modelle nur ein Öl verfüllt, also ich finde das bedenklich.
Zum Thema Stabilität, also Stabilität des Schmierfilms kann ich mal soviel sagen:
Wenn ich einen Motor habe, mit sehr hoher Leistung und hoher Drehzahl, dann ist das Druckaufnahmevermögen (die Belastungsfähigkeit des Schmierfilms) extrem wichtig. Ein sehr gutes vollsynthetisches 0W-40 Öl liegt hier bei ca. 5000 kg/qcm ein vollsynthetisches 10W-60 bei etwa 20 000 kg/qcm. Und genau so ein Öl würde ich auch gerne beim Audi-Händler sehen. Nicht als Öl für einen Polo, aber z.B. für einen S3. Dazwischen natürlich noch das 10W-40.
Zum PDF:
Das Grundöl eines vollsynthetischen Öls altert sehr langsam, die VI-Verbesserer aber schneller, deshalb ist es kein Problem, wenn man den Ölwechsel nach einem Jahr bzw. 15 000 Km macht, auch nicht mit einen teilsynthetischen 10W-40. Geringe Bandbreiten und lange Intervalle machen heute die Motoren kaputt.
Die "Ergebnisse" der dünnen Öle sind übrigens noch nicht bei 50 000 Km zu sehen bzw. zu spühren. Wenn es also interessant wird ist das Auto sowiso über die Garantie raus. Ich habe mich nicht nur mit Experten unterhalten, sondern habe auch ein "Anschauungsobjekt" in der Familie, einen A6 2.6.
Das Auto hat ca. 150 000 Km drauf und ist die ganze Zeit mit Castrol SLX 0W-30 gelaufen. Wechsel war jeweils bei 15 000 Km. Der Motor läuft und hört sich an, als ob man zum Öleinfülldeckel eine Hand voll Nägel reingeworfen hat. Und das bei einem V6.
Fazit für mich:
Ich werde von Castrol kein Öl mehr verwenden (ist für den rauen Lauf übrigens bekannt) und kein Öl das aus einem Grundöl unter < 10 hergestellt ist, außer eventuell einem vollsynthetischen 10W-60.
Gruß Micha