Verschiedene Ölsorten in der Werkstatt

Hallo,

ich habe jetzt mal versucht nen Öl zu finden, welches ich mir im Frühling dann besorgen möchte / werde… <<< 0W-30 muss raus!

> …0W-30 ist wie "wir" festgestellt haben im Winter ok, aber nix für den Frühling Sommer… z.B. auf der Autobahn

> …15W-40 ist auch nicht so toll…

> bleibt als "Kern" noch 0W-40 / 5W-40 /10W-40 übrig, ich weis es gibt noch
mehr "Klassen"…

Ich werde mich wahrscheinlich zw. 5W-40 und 10W-40 entscheiden, die sind auch im Audi "Bedienheftchen" aufgeführt und gehen über den ganzen Temp.-bereich.

mfg HUGO

Hallo!

Also, wie geschrieben, 0W-30 ist nur was für den WINTER ! :wink:

Das 15W-40 ist sehr temperaturstabil, fällt aber im Druckaufnahmevermögen gegenüber einem 5W-40 und einem 10W-40 deutlich ab. Deshalb würde ich wie Du ja auch selber geschrieben hast entweder das 5er oder 10er wählen. Ich persönlich das 10er, aber nun gut, schon mal kein 0er! :wink:

Der "Ölmarkt" ist groß, da wirst Du sicherlich was passendes finden.
Je mehr Freigaben das Öl hat (neben den beiden VW-Normen) um so besser.
Es muß ja nicht immer Castrol sein. :smiley:

Gruß Micha

moinsen zusammen!
@ Micha:
ich war vor 2 monaten auch bei meinem audidealer und der hat den ölwechselservice mit nem 10W40 öl durchgeführt. :confused:
anscheinend haben die doch andere öle… :xcool:
greetings
mice

p.s.: mein 1,8T braucht auch noch nicht die longlife- geschichten… :rp:[center]http://www.at-night-live.de[/center]

Hallo!

@mice

Gibt es also doch noch Werkstätten, die mehr als ein Ölfaß haben. :smiley:
Die wissen schon warum sie das 10W-40 eingefüllt haben. :wink:

Meiner ist zum Glück auch noch kein Longlife-Kandidat …

Gruß Micha

Hallo!
Ich habe mich mal schlau gemacht und kann an alle die "Longlife" haben folgendes sagen:
Es ist möglich auf den Longlife-Ölwechsel zu verzichten. Man kann auch ein sonstiges (nach VW-Norm) Öl einfüllen lassen (z.B. 10W-40). Die Werkstatt programmiert dann nur die Service-Anzeige von 30 auf 15tkm um.

Gruß
Jochen

Hallo!

Ich habe vor ca. 3 Wochen an meinem A3 einen Ölwechsel machen lassen.
Ich fragte den Meister was er denn für ein Öl einfüllen würde. Er sagte darauf das Castrol SLX 0W-30. Da hat es mir ja schon gereicht, ein Wasseröl! :frowning: :hot:
Ich fragte ob er noch andere Öle habe, aber er hatte nur noch das Castrol GTX 15W-40, ein recht billiges Mineralöl.
Ja ist denn das der Normalfall? Alle Audi’s bekommen das gleiche schlechte Öl?
Da muß man ja sein Öl zwangsläufig mitbringen.
Ich hätte etwas mehr Auswahl erwartet, z.B 5W-40, 10W-40 usw. (wobei mir das 10W-40 am liebsten ist). Haben Eure Werkstätten mehr Auswahl ? :confused:

Meiner hat übrigens kein Longlife-Intervall (ist von 1997).

Gruß Micha

Hi,

ich war auch zum Ölwechsel bei VW&AUDI hab mir das 0W30 einfüllen lassen,
zur weiteren Auswahl stand auch nur noch das 15W40.

Ist das 0W30 wirklich nen "schlechtes" Öl?

Was meinst du mit Wasseröl >>> weil es so dünn ist, ist das schlecht…

Ist das 5W40 nich auch relativ dünnflüssig?

mfg HUGO

Hi Micha!

Mich würde mal interessieren warum ein vollsyntetisches 0-W30 Motorenöl für Dich ein schlechtes Wasseröl ist??? Also habe in meinem Auto lieber ein Leichtlauföl das auch bei kälteren Temeraturen sofort einen außreichenden Schmirfilm herstellt als ein Teilsynt.- oder ein Mineralöl! Ist das vollsyntetische Öl für Dich nnur "Geldmacherei" der Hersteller???

Immer gute Fahrt

MfG Tobi

Hallo!

Die Auswahl scheint ja wohl Standard zu sein. :frowning:

Zum 0W-30 möchte ich mal so sagen:
Im Winter "kann" man es fahren, im Sommer nicht. Das Öl besteht aus einem 0er Grundöl und ist mit Visskositätsinedexverbesserern auf die 0W-30" gestreck", d.h. daß es auch noch bei hohen Temperaturen seine Schmierfähigkeit behält.
Im Sommer auf der Autobahn, bei schnellen und langen Strecken reicht die obere
Temperaturgrenze des 0W-30 nicht aus. Folge: das Öl wird zu heiß, verdampft regelrecht und der andere Teil des dann wasserähnlichen Öl geht an den Kolben/Kolbenringen vorbei und zum Auspuff raus. --> hoher Ölverbrauch bei 0er Ölen (ist hier ja auch schon oft im Forum gestanden). Auch der Schlammbildung steht dann nicht mehr viel im Weg.
Dazu kommt noch die "Scherbelastung" auf das Öl, wobei die chemischen Verbindungen (Indexverbesserer) durch die Scherung zwischen den Metallteilen zertrennt werden. Die Folge ist, daß sich die obere Viskositätsgrenze zur unteren verschiebt, also z.B. dann 0W-20. Je länger das Öl also im Motor bleibt, um so dünner wird es und je niedriger ist die Temperaturfestigkeit. Bei Longlife mit 2-Jahres-Intervall kommt dann beim Ölwechsel ein wasserähnliches Öl raus, wenn überhaupt noch was rauskommt. :frowning:
Die Werbung verspricht mit den 0er-Ölen Benzineinsparung durch weniger Reibung. Das stimmt tatsächlich. Aber nicht in dem Sinn, daß die Metallleile leichter aufeinander gleiten(sollte man ja denken) sondern durch einen dünneren Schmierfilm. Der Schmierfilm ist ewas dünner als das vorgesehene Spiel (Lagerluft) der Lager/Reibstellen.
Der Motor dreht sich so logischerweise leichter, hat weniger Widerstand zu überwinden. Der Motorzustand entspicht dann etwa einem Motor, der schon deutlich mehr Km draufhat. --> Verschleiß ist die Folge.
Vergleich: Man schwimmt in Wasser ja auch leichter als in Öl. Bei dünnen Ölen ist in der Regel der Motorlauf rauer und lauter.
Der Ölfilm der etwas dickeren Öle dämpft die Schwingungen und Geräusche deutlich besser. :wink:
Speziell dieser Punkt hat mich an meinem A3 gestört. Rauh, brummig, laut.
Ich habe haraufhin von meinem vorigen SLX 0W-30 auf ein 10W-40 Leichtlauföl gewechselt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Natürlich bekommt man gewisse "Eigenarten" die Vierzylinder nun mal besitzen nicht weg, aber er läuft deutlich leiser, ruhiger und man hat das Gefühl, daß sich wirklich Schmiermittel zwischen den sich berührenden Teilen befindet.
Der Benzinverbrauch ist übrigens nicht gestiegen. :slight_smile:
Prinzipiell habe ich nichts gegen vollsynthetische Öle, aber bei den 0W-XX und den 5W-XX ist das Grundöl zu dünn. Dünner werden sie ja von alleine. :wink:
Heutzutage steht ganz oben auf der Liste: Niedriger Benzinverbrauch, höhere Leistung, das wird auch mit den 0er - Ölen erreicht, sonst nix.
Die Auswirkungen wird man nicht nach 50 000 Km merken, da ich Autos aber
sehr lange fahre ist mir der Schutz vor Verschleiß wichtiger als eventuell 0,2 Liter
Benzin zu sparen. Und wenn meine Werkstatt nicht das hat was ich will, dann besorg ich es eben selber. Ich werde auf jeden Fall nur noch 10W-40 Öle fahren, das ist klar. Ich rede hier ja übrigens nicht von 10W-40 Ölen aus dem Baumarkt, sondern von Markenherstellern die alle die entsprechenden Normen erfüllen, das macht dann einen Literpreis von ca. 15 Mark.

Gruß Micha

Hallo!

Meine Meinung bzw. Erklärung habe ich schon oben geschrieben.
Ich habe immer das Gefühl, daß die Leute denken wenn sie kein vollsynthetisches Öl drinn haben, daß ihr Öl bei -10°C zu Honig wird.
Das 0W-XX ist bei tiefen Temperaturen dünner als ein teilsynthetisches, das stimmt. Aber die Unterschiede sind nicht so extrem wie immer gedacht wird.
Wenn Du aber mit Deinem Auto von der AB kommst, der Motor sehr heiß ist, Dein 0W-XX so dünn wie Wasser ist und Du es dann abstellst, glaubst Du, daß Du am anderen Morgen noch mehr Schmierstoff an den Lagerstellen hast wie bei einem Teilsynthetischen- oder Mineralöl? Wohl kaum, denn so schnell wie es am Morgen an der Lagerstelle war, so schnell ist es bei hohen Temperaturen auch wieder weg.
Das vollsynthetische Öl ist für mich nicht unbedingt Geldmacherei, aber die vollsynthetischen Spitzenöle, wie sie z.B. in den M-Modellen von BMW Verwendung finden, haben keine 0W-XX Viskosität sondern 10W-60. Sie sind absolut hochtemperaturfest und haben mindestens das 3-fache Druckaufnahmevermögen gegenüber den 0W-XX Ölen. Diese Öle sind also auch 10W-XX genauso wie das 10W-40, somit etwa gleich dick/dünn bei niedrigen Temperaturem und das ist absolut kein Problem.
Die anderen Öle, besonder 0W-30 aber auch 0W-40 holen aus Deinem Motor einen niedrigen Spritverbrauch und hohe Leistung durch geringere innere Reibung.
Haltbarkeit steht nicht mehr an erster Stelle.

Gruß Micha

Hallo,

wie oben schon erwähnt, habe ich mir vor kurzem auch das 0W-30 einfüllen lassen.

Ein Meister bei Audi sagte mir das es im Winter wie oben schon angesprochen >>> leichtflüssiger bleibt / ist, als 10W 40 …

Frage: Ist die "Abnutzung" meines Motors durch das 0W-30 Öl am Ende einer Fahrt größer, als die Abnutzung des Motors beim Kaltstart mit "viel" dickerem Öl, bis die Betriebstemp. erreicht ist?

mfg HUGO

Hallo!

Die Lager (Nockenwelle, Pleuellager usw.) sind ja beim Kaltstart nicht ganz ohne Schmierstoff. Das restliche, nicht abgetropfte/abgelaufene Öl bleibt ja an der Lagerstelle und je dünner das Öl im warmem Zustand war, desto weniger bleibt übrig. Beim Motorstart fördert die Ölpumpe sofort das Öl und pumpt es zu den Lagerstellen. Dieser Zeitraum zwischen dem Dreh am Zündschlüssel und dem Zeipunkt wenn das Öl an der Lagerstelle ankommt ist somit der kritische
Kaltstartbereich.Wir sprechen hier aber nicht von mehreren Sekunden, die zwischen 10W und 0W unterscheiden. Wenn das Öl am/im Lager ist, dann ist es in Ordnung, ob jetzt die Betriebstemperatur erreicht ist oder nicht. Da das 0er Öl bei sehr niedrigen Temperaturen dünner ist, werden die Lagerstellen etwas schneller versorgt. Sehr kalte Winter sind durchaus ein Argument für 0er Öle. Bemerke "Winter".
Im Sommer wird das 0er Öl so heiß, daß bei ca. 30°C die Temperaturgrenze überschritten wird. Es verkocht regelrecht und erreicht einen wasserähnlichen Zustand mit ensprechend schlechter Schmiereigenschaft. Ein 10W-40 ist hier mindestens um den Faktor 1,5 dickflüssiger. Wie ich schon oben geschrieben habe baut sich die Temperaturfestigkeit ab, egal ob 30, 40, 50, oder 60. Wenn ich aber schon mit einem 0W-30 anfange, dann bleibt nach einem Wechselintervall nicht mehr viel übrig. Das Öl arbeit sich wieder zum Grundöl zurück (0).

Wenn wir mal von maximal -20°C im Winter ausgehen, Du am Tag maximal 2 (muß ja) Kaltstarts hast und Du Deinem Auto im Sommer richtig Feuer gibst dann ist der Verschleiß mit dem 0er höher. Denn die Anzahl von Tagen, bei denen das 0er seine Vorteile richtig ausspielen kann sind im Verhältnis zur restlichen Temperatur im Jahr zu gering.
Gefallen tut mir ein 0W-40 auch nicht, aber es ist wenigstens vom Temperaturbereich beständiger. Besser wird es dann mit dem 5W-40 (nicht mehr ganz so dünn und mit der 40 auch im Sommer stabil)

Hier noch eine Meinung von einem Fachmann der Revisionen (Überholungen)
von Motoren durchführt:"Von den 0W-30 oder 5W-30 Ölen halte ich nichts. Dafür hab ich zuviele Motoren mit Schwarzschlamm sehen müssen, das Öl verbrennt komplett. Solche ungepflegten Motoren sind wieder in steigender Tendenz. Die geringe Bandbreite der Öle und ihre langen Wechselintervalle sind Schuld an diesen Folgen".

Mein A3 hat erst ca.45 000 Km drauf, kurz vor dem Ölwechsel lief er so laut und rauh, daß ich gedacht habe, da geht irgendwas kaputt. Seit ich jetzt das 10W-40 drin habe läuft er ruhiger und leiser als ich ihn damals mit ca. 15 000 Km gekauft habe.
Ich nehme keinen Maßstab an dem was mir die Werkstatt für Ölratschläge gibt.
Ich setze an der Stelle höher an und schau mal was Mochleistungsmotoren z.B. M-Motoren) für Öl bekommen. Und die bekommen kein 0er Öl, haben auch keine Zulassung. Gut, das ist jetzt BMW, aber ich denke der Vergleich ist gegeben.
Wenn ich nämlich richtig informiert bin, dann bekommt der S3 auch 0W-30 und das soll dann in Ordnung sein?

Gruß Micha

Hi, zusammen,

komme aus der Mineralölbranche und kann Euch nur empfehlen, die Finger von Castrol, speziell vom 0w30 zu lassen. Die 30 gibt die Viskosität im Warmbetrieb an und das ist fast ein wenig zu dünn ( zur Info: die meisten Ferrari bekommen 30er Viskosität).

Konkret sehr gute Erfahrungen habe ich mit Aral Super Tronic 0w-40 oder Mobil Super 1, 0w-40 gemacht. Ist zwar teuer, aber Euer Audi wird`s Euch danken.

Vor 15w-40 kann ich Euch nur warnen, im Kaltstartbereich wird Euer Motor dadurch extrem verschlissen. Da darf`s dann schon eine 0- Viskosität sein.

Bis dann,

A3-Sascha

Hallo!

Das find ich mal gut, daß sich hier jemand meldet, der wenigstens teilweise meiner Meinung ist. Ein Ferrari kann ruhig mit ner 30er Viskosität rumfahren, wenn er bald schon wieder ne Generalüberholung bekommt.
Ein 15W-40 ist ja auch ein reines Mineralöl, und das macht im Winter wirklich keine gute Figur.
Wie ich ja geschieben habe sollte es ein XXW-40 sein, aber mach das mal, wenn Audi das Castrol SLX 0W-30 aus der Werkstattserie verwendet.
Da muß man es tatsächlich mitbringen.

Wenn Du schreibst, daß Du aus der Ölbranche kommst, dann muß ich natürlich auch gleich mal fragen:
Warum bist Du kein Fan der Öle von Castrol (ich bin es auch nicht)?
Wenn Du bei der Konkurrenz arbeitest ist es O.K., aber das würde mich mal interessieren.
Wie stehst Du zu den Longlife-Intervallen mit 2 Jahren und 30 000 Km
(beim Diesel noch mehr) in Verbindung mit 0W-30?

In wie fern sind Deine Erfahrungen mit dem Aral bzw. Mobil1 sehr gut?

Gruß Micha

Hi zusammen!

Also ich habe mit 0W40 eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht. Dazu habe ich über drei Jahre mal den Spritverbrauch meines (damals noch) Audi 80 Typ B4 2.3E notiert und ausgewertet. Der durchschnittliche Spritverbrauch ist seit dem Wechsel von 15W-40 auf das 0W Öl um fast einen Liter zurückgegangen. Wahrscheinlich wird ein nennenswerter Teil dieser Differenz auf das Öl zurückzuführen sein.
Der Ölverbrauch hat sich nicht nennenswert erhöht, bzw. ich mußte weiterhin zwischen den Wechsel-Intervallen kein Öl nachfüllen.

Aber im Gegensatz zu Micha habe ich die Erfahrung gemacht, daß der Fünfzylinder mit dem 0W Öl definitiv leiser lief. Außerdem und das ist jetzt ganz wichtig: Mit dem 15W klapperten die Hydrostößel noch eine gewisse Zeit nach dem Kaltstart, während mit dem Wechsel auf die 0W - Öle die Hydros überhaupt nicht mehr geklappert haben.

Micha hat mit seinen Ausführungen zu den Viskositätsklassen vollkommen Recht. Allerdings muß man dazu sagen, daß die teuren Leichtlauföle heutzutage etwas anders zu bewerten sind, als früher. So ist der Stand der Technik nicht stehengeblieben, was VI-Verbesserer und diverse andere Additive wie Antioxidantien angeht.

Und interessant ist doch auch die Frage:
Würde Audi wider besseren Wissens die Wartungsintervalle verdoppeln, wenn die Öle, die heute eingesetzt werden noch schlechter sein sollten als die Top-Öle von vor fünfzehn Jahren? Außerdem hieß es vor fünfzehn Jahren auch, daß 15000km Öl-Intervall schon recht lang sein sollten.

Ich für meinen Teil bin davon überzeugt, daß die 0W30 Öle nach VW/Audi-Spezifikation nicht die schlechtesten sind.

Hier mal ein Link zu einer Studienarbeit, die moderne KFZ-Motorenöle untersucht:
http://www.unibw-muenchen.de/campus/MB/we6/downloads/mombour_zuehr_wagner_kfzoele.pdf

Allerdings geht es dort nur um thermische Stabilität und Alterung. Aber das 0W30 sieht da klar am besten aus, noch vor 10W40.

Grüße!
CA3si.

Hallo!

Alsooo,
ich habe doch von 15W-40 nie was geschrieben, wenn dann 10W-40.
Das 15W-40 ist ein reines Mineralöl, somit relativ dickflüssig und bei niedigen Temperaturen entsprechend zähflüssig. Das mit den klappernden Hydrostößeln
kenne ich auch von Leuten, die 0er Öle fahren, deshalb ist das an der Stelle wahrscheinlich fahrzeugspezifisch.
Die Öle sind mit Sicherheit über die Jahre besser geworden, aber Tatsache ist, die Scherbeanspruchung des Motoröls ist immer noch vorhanden, genauso wie vor 15 Jahren. Durch die Scherung wird das zwischen den Metallteilen liegende Öl eineseits gequetscht(Druck) andererseits geschert (geschnitten) das ist heute noch immer so. :wink:
Ich denke mal Du weißt, daß Altöl dünnflüssiger ist als neues (bei entsprechender gleichen Viskosität), je länger es also drin bleibt, um so dünner wird es und die Temperaturfestigkeit sinkt ebenso wie die Schmierfähigkeit.
Wenn VW die Wartungsintervalle von 1 Jahr auf 2 Jahre erhöht freut sich an erster Stelle der Kunde. Doch mit der Weiterentwicklung der Öle verlief auch die Weiterentwicklung der Motoren. Und die, speziell die Diesel drehen heute 5000 1/min und haben enorme Drehmomente und daraus resultierende Lagerkräfte.
Jetzt ist ja wohl aber klar daß mit der Umstellung auf 2-Jahres-Intervall keine doppelt so guten Lager eingebaut wurden und auch sonstige beanspruchte Teile
nicht auf einmal doppelt so gut sind, Ich denke an der Stelle sind wir uns einig.

Ich bin jetzt etwas zum Longlife "abgerutscht", aber Fakt ist:
Ölwechsel bei maximal 15 000 Km bzw. 1 Jahr auch bei Longlife.

Wenn ich im Jahr zweimal Ölwechsel machen würde, also Sommer- und Winteröl fahren würde, dann kann man sich das 0W-30 für den Winter überlegen.
Für den WINTER! :slight_smile:
Was im Sommer mit dem Öl passiert schreibe ich jetzt nicht nochmal, aber wenn die Leute der Meinung sind, es muß ein 0W-XX sein dann doch bitte 0W-40.
Aber das 0W-30 bíetet dem Motor bei Betriebstemperatur schon wieder deutlich weniger Widerstand und somit steckt hier schon wieder Potential für niedrigeren Benzinverbrauch und höhere Leistung mit den entsprechenden Folgen.
Ich habe außer den VWAudi-Werkstätten sonst noch keine Werkstatt gesehen,
die in alle Modelle nur ein Öl verfüllt, also ich finde das bedenklich.

Zum Thema Stabilität, also Stabilität des Schmierfilms kann ich mal soviel sagen:
Wenn ich einen Motor habe, mit sehr hoher Leistung und hoher Drehzahl, dann ist das Druckaufnahmevermögen (die Belastungsfähigkeit des Schmierfilms) extrem wichtig. Ein sehr gutes vollsynthetisches 0W-40 Öl liegt hier bei ca. 5000 kg/qcm ein vollsynthetisches 10W-60 bei etwa 20 000 kg/qcm. Und genau so ein Öl würde ich auch gerne beim Audi-Händler sehen. Nicht als Öl für einen Polo, aber z.B. für einen S3. Dazwischen natürlich noch das 10W-40.

Zum PDF:
Das Grundöl eines vollsynthetischen Öls altert sehr langsam, die VI-Verbesserer aber schneller, deshalb ist es kein Problem, wenn man den Ölwechsel nach einem Jahr bzw. 15 000 Km macht, auch nicht mit einen teilsynthetischen 10W-40. Geringe Bandbreiten und lange Intervalle machen heute die Motoren kaputt.

Die "Ergebnisse" der dünnen Öle sind übrigens noch nicht bei 50 000 Km zu sehen bzw. zu spühren. Wenn es also interessant wird ist das Auto sowiso über die Garantie raus. Ich habe mich nicht nur mit Experten unterhalten, sondern habe auch ein "Anschauungsobjekt" in der Familie, einen A6 2.6.
Das Auto hat ca. 150 000 Km drauf und ist die ganze Zeit mit Castrol SLX 0W-30 gelaufen. Wechsel war jeweils bei 15 000 Km. Der Motor läuft und hört sich an, als ob man zum Öleinfülldeckel eine Hand voll Nägel reingeworfen hat. Und das bei einem V6.

Fazit für mich:
Ich werde von Castrol kein Öl mehr verwenden (ist für den rauen Lauf übrigens bekannt) und kein Öl das aus einem Grundöl unter < 10 hergestellt ist, außer eventuell einem vollsynthetischen 10W-60.

Gruß Micha