2.0 TDI (Cabrio 8P7): Falscher Ölfilter eingebaut

Moin liebe Forenmitglieder

Ich wende mich heute mit einer wichtigen Frage an euch.

Hat von euch schon jemand einen falschen Ölfilter verbaut (bekommen)?

Hintergrund:

In 'ner freien Werkstatt habe ich an meinem Cabby (km-Stand 330000) das Öl wechseln lassen. Nach der Rückmeldung, dass der Wagen fertig ist bin ich hin, losgefahren und nach wenigen Metern kam die rote Ölkanne. Motor sofort abgestellt und wieder zum Meister hin.

Der Werkstattmeister kam sofort raus, und startete das Fahrzeug; beim Gasgeben konnte der Fehler reproduziert werden (Rote Lampe ging an). Danach kontrollierte er den Ölstand über den Peilstab im Fahrzeug; dieser war ok.

Der Werkstattmeister erwähnte beiläufig, dass sein Werkstattmitarbeiter bereits vor der Abholung diesen Fehler erwähnt hatte, der offenbar bei der Probefahrt bereits auftrat; beim Fehlerauslesen per Diagnosescan konnte kein Fehler festgestellt werden, so die Aussage.

Das Fahrzeug verblieb zur weiteren Diagnose bei der Werkstatt.

Am nächsten Tag Anruf, dass der Wagen zur Abholung bereitsteht und, nach meiner Nachfrage, was den Fehler verursacht hatte, bekam ich die Information, dass ein falscher Ölfilter verbaut wurde; dies sei jetzt bereinigt.

Sprich, vorher hatten sie den Filter ohne diese Verlängerung eingebaut (Bild1), dann wurde der mit dem Nubbsi eingebaut (Bild2).

Es wurden insgesamt 9 km mit dem Wagen zurückgelegt; nicht von mir, sondern, Stand abgelesen vor Inspektion und nach der zweiten Abholung, nachdem das Problem bereinigt war.

Beim Nachhauseweg (3km) ging keine Lampe an.

Nun habe ich die Befürchtung, dass eventuell ein Schaden daraus entstehen könnte?

Wie ist eure Einschätzung?

Anbei, die Bilder des richtigen und falschen Ölfilters.

Böse !

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass der Motor, ohne diesen inneren Ölkanal im Filter, überhaupt keinen Öldruck aufbauen konnte.

Wenn dann damit, also ohne Öldruck, gefahren wurde, nehmen die Pleuellager und dann die Kurbelwellenlager dies sehr schnell sehr übel.

Soviel wie ich weiß, wird die Öldruckkontrollleuchte beim A3 nicht direkt vom Öldruckschalter angesteuert, sondert wird (warum auch immer) erst von einer Elektronik ausgewertet, bevor der mangelnde Schmierdruck dann irgendwann zur Anzeige gebracht wird.

Und gerade bei fehlendem Öldruck sterben dir die Lager bei Belastung, also wenn das Fahrzeug bewegt / gefahren wird, innerhalb von wenigen Sekunden.

Ich denke einmal, dass dein Motor es hinter sich haben wird, und du dies auch bald deutlich wirst hören können (klonkern eines Lagerschadens)

Wenn es nicht so ist, hättest du verdammt viel Glück gehabt, und wärst auch der Erste, von dem ich so eine Geschichte höre ohne anschließenden Motor- / Lagerschaden.

Aber ich drücke dir dennoch ganz feste die Daumen.

Schönen Gruß

Christian

Hmm, das wäre echt sch… und fatal :confounded_face:

Aber, könnte dieses “Steigrohr”, der “Zapfen” oder wie das auch immer heißen soll, eine Art Rücklaufsperre sein, das verhindern soll, das bei Motorstillstand das Ölfiltergehäuse leer läuft? :thinking:

Ölfilter werden in der Regel, zumindest habe ich noch keine anderen gesehen, von außen nach innen durchströmt.

Nur so kann sich das Filter”papier” an einer inneren Wabenkonstruktion abstützen, und wird deswegen vom Ölfluss nicht zusammengedrückt.

Dieser “Zapfen” ist eigentlich bereits ein Teil des Ölkanals, der das gefilterte Öl weiter (druckfest) zu den Lagerstellen bringen soll.

An seiner oberen Spitze müsste sich auch ein Dichtring befinden, der alleine schon für die Aufrechterhaltung des korrekten Öldrucks erforderlich ist.

Wenn jetzt dieser ganze “Zapfen” fehlt, geht das Öl, falls sich dort dann überhaupt noch irgendein Druck aufbauen kann, darüber hinaus auch ungefiltert zu den Lagerstellen.

Alles Sachen, die du nicht haben willst.