1,8t Bj 1998, neu erworben, neues Mitglied

Ölkohle bei Neumitglied. hallo, lese hier seit ein paar Wochen mit Interesse. Bin zufällig in den Besitz des kultigen A3 8L 1,8t Automatik 15 Zoll, Alulochfelgen(ultraleicht) gelangt. Wagen war Jahrelang ungefahren, aber erst 85.000 km runter. Letzter Werkstattaufenthalt nach Sichtung der Dokumentenmappe war bei Audi zum Automatik-Getriebeöl wegen ruckender Schaltung. In den letzten Wochen habe ich ich mich auch bei Euch kundig gemacht und habe Zahnriemen, Wasserpumpe, Spannrolle, Thermostat, LMM, Temp Sensor, Keilrippenriemen, Ölpumpe, Ölsiebschnochel getauscht, und Reifen natürlich. Das Auto macht jetzt richtig Spaß und nachdem ich die Ölwanne ab hatte konnte ich Spiel der Pleuellager prüfen, war alles OK. Einzig die Ölkohle macht mir noch ein Bisschen Sorge. Ich habe testweise sowohl organische Lösungsmittel, als auch Säuren bis hin zu starken Laugen ausprobiert (an einer Probe !). Wirklich auflösen der Ölkohle ist mir nicht gelungen! Ich werde also noch den Schmodder der Ventiltriebe und vielleicht auch die Ventile mechanisch reinigen so gut wie geht. Oder hat da jemand eine Geheimtipp wie ein über Jahre oder Jahrzehnte vollgekohlter Motor wieder innerlich sauber wird? Gruß G.

Bei meinem B7 liessen sich die Verkokungen mittels einer Sandstrahlpistole mit Nußschalengranulat einwandfrei entfernen.

Hattest du das Saugrohr mal ab und dir die Ventile angesehen? Durch die Saugrohreinspritzung müssten die eigentlich relativ sauber sein, eine Verkohlung wie beim Direkteinspritzer würde ich da nicht erwarten. Die Drosselklappe kann man mal reinigen, die war bei mir recht versifft. Aber auch da keine Kohle, sondern eher Öl (bzw. -schlamm). Danach ging die Adaptierung einwandfrei und gerade beim Schalten merkt man den Unterschied (wobei das bei Automatik vielleicht nicht so extrem ist). Wenn das Saugrohr ab ist, kann man das auch reinigen. Aber auch da glaube ich an keine Verkokung, sondern eher normaler Siff.

1 Like

Moin,

Bei meinem 1.6er mit 220.000km+ hat Blitz blanke Ventile, da muss schon richtig was im Sack sein damit der zu rotzt…

Das einzige wo bei mir etwas Ölkohle hatte, war am Ventildeckel (hab die Dichtung getauscht gehabt), aber die ging mitm Lappen und bissel Reiniger weg :yes:

Mein RS4 B7 ist ein Direkteinspritzer (FSI). Das Saugrohr hatte ich damals natürlich ausgebaut und in dem Zug auch die Trennbleche, Drosselklappe, Saugrohr etc. gereinigt und sämtliche Dichtungen, Schrauben erneuert.
Ich wollte damit lediglich sagen, dass sich hartnäckige Ablagerungen dadurch grundsätzlich recht gut und materialschonend entfernen lassen.

Halli hallo,ich bin ja gerade auch erst neu hier,aber bei diesem geringen Kilometerstand hört sich das völlig normal an,.-…wahrscheinlich auch mehr nur Kurzstrecke und in der letzten Zeit kaum gefahren.

ich hatte die Drosselklappe abgeschraubt und von der Innenseite , also von der Seite zur Ansaugbrücke war sie schwarz verschmoddert. Die habe ich gereinigt und auch den Temperatursensor der direkt dahinter in der Ansaugbrücke sitzt. Danach war die Leerlaufregelung wieder perfekt. Vor der Reinigung ging der Motor ab und an an der Ampel aus weil die Leerlaufdrehzahl in den Keller ging.

Ja, der Wagen war in 25 Jahren nur Kurzstrecke gefahren und in den letzten 7 Jahren höchstens 1000 km im Jahr. Er war außerdem miserabel gewartet und das Ölsieb der Ölpumpe war zugesetzt kurz nach „Wiederinbetriebnahme“. Beim Tausch der Ölpumpe zeigte sich eine Menge Ölkohle (nicht Schlamm) in der Ölwanne.
Meine Frage ist, obihr erprobte Mittel kennt, die in dre lage sind Ölkohle aufzulösen.

Wir haben bei meinem Bekannten eine Motorenspülung von Liqui Moly vor dem Ölwechsel mit Filter dazu gegeben. Eingefüllt,den Motor im Stand 15 Minuten Laufen lassen und dann das alte Öl abgelassen. Nach fünf Tausend Kilometern nochmal das selbe. Bei so wenig Kilometern und uberwiegend Kurzstrecke muß der Motor quasi erstmal noch eingefahren werden. War auch viel Arbeit mit sauber machen dabei,aber mitlerweile sind kaum noch verkokungen nach geblieben.

1 Like

So ähnlich dachte ich auch und habe auch LM Motorspülung gekauft. Allerdings habe ich auch pro und kontra Motorspülung gelesen und bin nicht so sicher, ob Ölkanäle durch abgelöste Ölkohle zusetzen könnten bei Verwendung der Spülung. Das wäre dann eben nicht gut. Andererseits sollte ja eigentlich der Ölfilter den Transport von Partikeln in das Druckölsystem verhindern. Ich hatte die Ölpumpe getauscht und in der alten Ölpumpe, die ja vor dem Ölfilter sitzt, konnte ich keine Spur von Ölkohle finden. Ich gehe deshalb davon aus, dass gelöste Ölkohlepartikel nicht schon in den Druckölkanälen drin sind und wenn ich aus dem Motor welche löse die auch durch den Ölfilter zurückgehalten werden. Ich werde also die Spülung riskieren und für die nächste Zeit kurze 5000 km Ölwechselintervalle machen. Würdet Ihr das auch so sehen?

Ja das ist auch schon mal ein gutes Zeichen.Bei uns war es auch so,hatten alles auseinander und kontrolliert. Der muß wirklich erstmal wieder ruhig eingefahren werden und Strecke bekommen :slightly_smiling_face:

kleiner Zwischenstand und eine Frage: nach jetzt ca. 3.000 km seit Motor-Ölwechsel sieht das Öl am Peilstab immer noch recht durchsichtig aus. Viel gelöst von der Ölkohle hat das also nicht. Was mir allerdings deutlich auffällt ist, dass nach warmgefahrenen Motor und Öffenen vom Ölnachfülldeckel kein „Gestank“ mehr aus dem Motor kommt, sondern es eben normal nach Motoröl riecht. Was ich nach Abstellen des warmen Motors und Öffenen des Öldeckels sehe ist ein leichter wabernder Ölnebel. Nicht viel Nebel, aber so ungefähr wie heiß dampfender Kaffe. Ist das normal bei dem Motor 1,8t ? Wie sieht das bei Euch aus?